20er Jahre Mode

Große Ereignisse weltweit bestimmten die Mode der 20er Jahre. Neueste Informationen wurden über das Radio verbreitet, Charles Lindbergh überquerte in einem Nonstop-Flug als Erster den Atlantik. In den USA wurde per Gesetz der Handel mit Alkohol verboten. In Deutschland erregte im Jahr 1923 der Hitler-Ludendorff-Putsch Aufsehen. Die "Goldenen Zwanziger" endeten am 25. Oktober 1929, dem "Black Thursday" durch dramatische Kursverluste der "New Yorker Börse" in der bekannten Weltwirtschaftskrise.

Damenmode

Denken wir heute an die Mode der 20er Jahre, sehen wir vor uns eine Dame mit einem Bubikopf (siehe auch Frisuren) sowie einer Zigarettenspitze (siehe auch Accessoires).

20er Jahre Mode

Dazu trägt sie ein gerade sowie schmal geschnittenes Cocktailkleid in Knielänge. Die Taille befindet sich auf Hüfthöhe, Schärpen und Schleifen werden um die Hüfte gebunden. Tagsüber waren die Kleider hochgeschlossen und hatten einen Bubikragen. Ähnlich sah die Abendgarderobe aus, das gerade geschnittene Kleid wurde von Spaghettiträgern gehalten. Der Ausschnitt war vorn sowie hinten in etwa gleichgroß. Verziert wurden die Kleider mit Glasperlen oder Pailletten. Um den Hals oder über die Schultern wurde zum Abendkleid eine Boa getragen. Einige Damen schmückten ihren Kopf mit einem Stirnband. Hüte wurden von Damen getragen, sobald sie das Haus verließen. Das Korsett war aus der Mode verschwunden. Nach dem Ersten Weltkrieg war fast die Hälfte aller Frauen erwerbstätig und das wirkte sich natürlich auf die Mode aus. Erstmals wurden von den Frauen auch Hosen getragen und kurze Haare waren einfacher zu pflegen. Die französische Modedesignerin Coco Chanel übte einen großen Einfluss auf die neue Mode aus. Von den Damen wurden am liebsten Pumps oder Sandaletten getragen, durch die kurze Mode, fielen natürlich auch die Schuhe mehr auf.

Herrenmode

Die Herrenmode veränderte sich in den 20er Jahren ebenfalls drastisch. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Hosen und Sakkos der Herren sehr einengend.

20er Jahre Herrenmode

Kleidung, die bisher nur zum Sport getragen wurde, wie zum Beispiel Klubjacken oder Knickerbocker mit Kniestrümpfen wurden jetzt auch in der Freizeit getragen. Die Hosen zum Anzug waren gerade geschnitten und nicht mehr zu eng, die Jacken hatten ein kleines Revers und waren teilweise zweireihig. Die Oberschicht trug Krawatten, die Arbeiter bevorzugten einen Schal. Die Anzüge gab es außer in den klassischen gedeckten Farben auch in Weiß. Dazu wurde dann ein schwarzes Oberhemd getragen. Zu Festlichkeiten erschien der Herr mit Smoking oder Frack sowie mit Mantel und Hut. Modern war zur damaligen Zeit ein Gehstock, den auch junge sportliche Männer immer dabei hatten. Viele trugen Hosenträger, die sie stolz zeigten.