30er Jahre Mode

Zu Beginn der 30er Jahre litten die Menschen noch unter der Weltwirtschaftskrise, die eine Massenarbeitslosigkeit nach sich führte. Mit dem Salzmarsch demonstriert Mahatma Gandhi gegen das britische Salzmonopol in Indien. Die Japaner marschierten in China ein, in Deutschland kamen die Nationalsozialisten mit Adolf Hitler an die Macht und im Jahr 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Trotz der vielen negativen Ereignisse fanden die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin statt, die Reichsautobahn wurde gebaut und gab vielen Menschen eine Arbeit. Während dieser Jahre war auch die Blütezeit des Zeppelins, der viele Menschen transportieren konnte. Erste Gangster- sowie Horrorfilme wurden gedreht, aber es gab auch Komödien, bekannt wurde damals die Screwball-Komödie.

Damenmode

In den 30er Jahren wurde die Figur der Frau wiederentdeckt, die Mode wurde figurbetonter und dadurch auch wieder weiblicher.

30er Jahre Mode

Die Kleider waren etwas länger, ungefähr wadenlang und glockig geschnitten. Die Taille sowie auch die Hüfte wurde betont. Beliebt war zu dieser Zeit das eng anliegende Prinzesskleid. Die Damen kleideten sich in der schwierigen Zeit trotzdem elegant. Allerdings zeigten die Damen kaum einen Ausschnitt, die Ärmel waren dafür eng anliegend. Mitte der 30er Jahren setzten sich Rüschen, Falten sowie Puffärmel durch, die den Oberkörper mehr betonten. Erstmals wurden Stoffe auch schräg verarbeitet und dadurch wurde die Mode asymmetrisch. Speziell die Oberteile wurden mit Hilfe von Rüschen asymmetrisch drapiert. Gegen Ende der 30er Jahre wurden die Schultern derart betont, dass es teilweise groteske Formen annahm. Die Haare wurden wieder länger getragen (siehe auch 30er Frisuren) und fielen in weichen Locken um den Kopf. Die deutschen Damen trugen während der Zeit des Nationalsozialismus gern Dirndl oder Trachten, es wurde durch das Regime gefördert und gern gesehen.

Herrenmode

Die Herren hielten sich in der Mode zurück, in den 30er Jahren hat sich sehr wenig verändert.

30er Jahre Herrenmode

Am liebsten trugen die Männer sportliche Kleidung, auf Eleganz legten sie weniger Wert. Statt der beliebten Hosenträger bevorzugten die Herren allerdings Gürtel. Westen wurden selten getragen, stattdessen trugen die Herren Sakkoanzüge. Die Hose der Anzüge war weiterhin weit geschnitten und hatte einen Umschlag. Dafür war die Jacke schmal geschnitten. Die Farben der Anzüge waren gedeckt, dazu wurden Oberhemden mit einem halbsteifen Kragen, der angenäht war sowie Krawatten getragen. Zu formellen Anlässen trugen die Herren allerdings weiterhin die kragenlosen Hemden, an die ein sehr steifer Kragen geknöpft wurde. In der kalten Jahreszeit entwickelte sich der Ulster zum beliebtesten Mantel. Dazu wurden Hüte getragen (siehe 30er Accessoires), die ein Outfit eigentlich erst komplettierten. In Deutschland wurde durch den Nationalsozialismus das Tragen nationaler Trachten gefördert.