40er Jahre Accessoires

Die Kriegsjahre veränderten die Mode und deren Accessoires drastisch. Der Glanz und der Glamour der 20er Jahre gehörte der Vergangenheit an. Bittere Realität waren Stoffrationalisierungen und dass die Kleidung und die Accessoires eher eine praktische, weniger eine die Attraktivität steigernde Funktion haben sollten. So wurde nicht nur an dem Stoff bei der Verarbeitung der Kleidungsstücke gespart, sondern in erster Linie an der Verwendung von Accessoires.

40er Jahre Accessoires

Überflüssiges wurde kaum getragen, so dass Satinhandschuhe, Stirnbänder und verschwenderische Federboas der Vergangenheit angehörten. Warme Schals für den kalten Kriegswinter und dicke vor Kälte schützende Handschuhe waren notwendig und daher in Mode. Insbesondere Schuhe waren Mangelware, so dass Alte Lederschuhe neu aufgearbeitet wurden und jeden noch so zierlichen Fuß "klobig" erscheinen ließen, was jedoch aus praktischen Erwägungen schlicht zum aktuellen "Trend" erhoben wurde. Auch die Hutmode stand seit Kriegsbeginn im Wandel der Zeiten. Kreativität war gefragt, wenn "frau" nicht auf ihre Hutmode verzichten wollte.

Selbstständiges Umgestalten stand an der Tagesordnung und nur kleine Verzierungen wie Ansteckblumen oder verschiedenartige Krempen machten den Look individuell. Der Hut blieb somit fester Bestandteil der Damenmode, aber auch Kopftücher und Haarnetze kamen oft zum Einsatz. Erst drei Jahre nachdem der Krieg vorüber war, bekamen die Frauen wieder ein größeres Interesse an Kleidung und Accessoires.

Die Herren trugen weiterhin Hüte und verzichteten in den Kriegsjahren auf überflüssige Accessoires. Dasjenige, was praktisch war wie z.B. Hosenträger, wurde getragen. Die Hüte der Männer besaßen ein schlichtes Design, welches sich der Herrenmode anpasste.