40er Jahre Mode

Geprägt wurden die 40er Jahre durch den Zweiten Weltkrieg, in dem Massenvernichtungswaffen wie beispielsweise Atomwaffen zum Einsatz kamen. Für Aufsehen sorgte der Völkermord an Juden, Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten Deutschlands. Ebenfalls wurden Massenmorde durch die SS und Wehrmacht in ganz Europa verübt. Dadurch kam es zur Vertreibung und Deportation, nach dem Krieg wurden dann die Deutschen aus den politisch und ethnisch umstrittenen Gebieten in der Tschechoslowakei sowie Polen vertrieben. Zur gleichen Zeit begann der "Kalte Krieg", der jahrzehntelang die Politik bestimmte. Der Staat Israel wurde gegründet, der Nord-Süd-Konflikt zwischen den Entwicklungsländern sowie den Industriestaaten begann. Deutschland wurde in zwei Staaten, und zwar der Bundesrepublik Deutschland sowie der DDR aufgeteilt. Die Nürnberger Prozesse sorgten für weltweites Aufsehen. Ein Krieg führt auch immer zu extremen Fortschritten in Technik und Forschung. Durch die Kryptologie entstanden die ersten Computer zu dieser Zeit.

Damenmode

Nach dem Krieg legten die Frauen den Grundstock für den Wiederaufbau.

40er Jahre Mode

Die Trümmerfrauen gingen in die Geschichte ein. Sie befreiten die Städte von den Trümmern und sorgten somit für den Fortbestand der Städte. Die praktisch veranlagten Frauen änderten auch ihre Kleidung während dieser schweren Zeit selbst. Stoffe erhielten die deutschen Damen mithilfe der "Reichskleiderkarten" durch ein Punktesystem. Modezeitschriften präsentierten Ideen, wie aus alter Kleidung und Stoffen neue Kleidung entstehen kann. Besonders gern wurden in den 40er Jahren Hemdblusenkleider sowie glockige Röcke getragen. Betont wurde die Taille durch einen Miedergürtel, der aus Gummi angefertigt wurde. Die Schultern wurden zur Betonung mit Polstern unterlegt. Das Kostüm erinnerte stark an eine Uniform und wurde als ideale Kleidung angesehen. Sehr wenige Frauen konnten sich stoffaufwendige Kleider leisten. Nur einige Kleider hatten deshalb Raffungen, wurden mit Drapierungen versehen und hatten diverse Überröcke. Obwohl kaum jemand in diesen Jahren an Mode dachte, stellte die Haute Couture in Paris die neuesten Kollektionen vor. Die Modedesignerin Elsa Schiaparelli ließ sich bei ihren Entwürfen von praktischen Notwendigkeiten leiten. Ausgestattet waren ihre Modelle mit übergroßen Taschen, in denen das Nötigste verstaut werden konnte.

Herrenmode

Da die Männer während des Krieges zumeist Uniform trugen, veränderte sich die Herrenmode kaum.

40er Jahre Herrenmode

Anzüge wurden selten getragen, zu Festen erschienen die Herren in Galauniformen. In Deutschland gab es zu dieser Zeit sehr viele Uniformen, jede militärische Einrichtung hatte eigene Uniformen, an denen die Waffengattung sowie der Dienstgrad erkennbar war. Die Männer in der Zivilbevölkerung trugen am liebsten bequeme sportliche Kleidung. Allerdings wurden auch die Anzüge, Hosen sowie Sakkos durch Umschneidern verändert. Der Hauptgrund bei den Herren war allerdings eine Veränderung der Größe.