50er Jahre Kleider

Die Kleider der 50er Jahre spiegelten das Verlangen wieder, die neu entdeckte feminine Seite nach Kriegsende ausleben zu können.

50er Jahre Kleid

Die modebewusste Dame trug weit schwingende Petticoat- Röcke oder besonders eng und figurbetonte Pencil- Skirts. Eleganz stand wieder im Vordergrund und "frau" konnte sich als Grand Dame fühlen. Vorbilder waren in der Regel beliebte US- amerikanische Schauspielerinnen wie Brigitte Bardot oder Marilyn Monroe. Die Kleider endeten meist auf Wadenhöhe und waren im Bereich des Oberkörpers sehr eng geschnitten. Insbesondere die Hüfte und die Brust wurden durch den femininen Schnitt der Kleider und die schmale Wespentaille in den Mittelpunkt gerückt und besonders betont. Wer von Natur aus nicht mit einer schlanken Taille ausgestattet war, konnte auf Mieder zurückgreifen, die ihren Weg zurück in die Damenmode gefunden hatten.

Darüber hinaus waren elegante Cocktailkleider absolut "en voque". Diese wurden zu Abendveranstaltungen und Partys getragen. Sie waren sehr kurz geschnitten, aus schimmernden Stoffen und unterstrichen die wieder gefundene Weiblichkeit. Neuartige Textilien wie Kunstseide, die maschineller Herstellung entstammte, machten solche Kleider auch für Kleinverdiener erschwinglich. Zudem konnten, dank der industriellen Fertigung der Stoffe, auch bunte Muster eingewebt werden. Die Kleider zeigten daher ein revolutionär, neues Gesicht, wobei der Petticoat sein übriges dazu beitrug.

Im alltäglichen Leben trugen die Frauen in den 50er Jahren jedoch meist Rock und Bluse oder ein elegantes Twin- Set anstelle eines Kleides.