60er Jahre Mode

Der Wandel nach dem Krieg setzte sich in den 60er Jahren fort. Täglich gab es neue Schlagzeilen, positive sowie negative. Dazu gehörte der "Bau der Berliner Mauer", die Kuba-Krise, der Vietnamkrieg, der Sechstagekrieg die Kulturrevolution in China sowie der Prager Frühling. Nachdem im Jahr 1961 der erste Raumflug mit einem Menschen stattfand, es war Juri Gagarin, endete das Jahrzehnt mit der ersten Mondlandung. Das Raumschiff Apollo 11 landete 1969 auf dem Mond, Millionen verfolgten es am Fernseher. Bürgerrechtsbewegungen und Studentenbewegungen dominierten das Jahrzehnt. Bekannte Persönlichkeiten wie beispielsweise John F. Kennedy, Malcolm X, Martin Luther King, Robert F. Kennedy sowie Che Guevara wurden ermordet. Als Höhepunkt der Hippiebewegung fand das Woodstock-Festival statt. Zu den bekanntesten Bands der 60er Jahre, deren Musik bis heute gern gehört wird, zählten "The Beatles" und "Rolling Stones".

Damenmode

Natürlich übertrugen sich der Wandel sowie die revolutionären Ideen auch auf die Mode. Die junge britische Modedesignerin Mary Quant sorgte mit ihrem Minirock für Aufruhr in der Modewelt. Zwar wurde der extrem kurze Rock zu Beginn noch als skandalös betrachtet, aber er setzte sich letztendlich durch und wurde von fast allen Frauen gern getragen. Besonders die junge Generation war von der neuen Rocklänge begeistert.

60er Jahre Mode

Zu Beginn der 60er Jahre dominierte aber noch das Etuikleid, welches von Prominenten wie beispielsweise Jacqueline Kennedy oder Audrey Hepburn getragen wurde. Kombiniert wurde das elegante Kleid mit einer passenden Jacke, die das Ensemble vervollständigte. Das Knie wurde noch vom Rock oder vom Kleid bedeckt. Gern wurde auch das Kostüm von Coco Chanel getragen, welches jahrelang die Form der Kostüme prägte. Auffallend an dem Kostüm war, dass die gerade geschnittene Jacke keinen Kragen hatte und die Knopfleiste bis zum Hals reichte. Im Alltag waren aber eng anliegende und gerade geschnittene Kleider beliebt, bei denen der Gürtel nicht um die Taille, sondern um die Hüfte getragen wurde. Erst ab Mitte der 60er Jahre und mit dem Mini änderte sich die Mode schlagartig. Erstmalig konnten die Damen die Kleiderlänge allein wählen, angeboten wurden Kleider und Röcke in Mini-, Midi- sowie in Maxlänge. Teilweise kombinierten die Damen einen Minirock mit einem Mini-Chasuble oder über einem Minirock wurde ein Maximantel getragen.

Herrenmode

Ebenfalls begannen die ersten Modejahre des Jahrzehnts bei den Herren sehr ruhig. Die Mode der Herren wurde nicht verändert. Bevorzugt trugen die Herren zur Arbeit im Büro einen Anzug, bei dem die Hose gerade geschnitten war.

60er Jahre Herrenmode

Zwar schlug Yves Saint-Laurent den Herren vor, auch einmal einen schwarzen Rollkragen-Pullover zur Arbeit zu tragen, aber die Männerwelt bevorzugte weiterhin das Oberhemd mit der obligatorischen Krawatte. Aus England schwappte die Bewegung der Mods auf das europäische Festland über. Speziell die junge männliche Generation griff die neue Mode auf. Erkennbar waren sie an einer Wildlederjacke, die sie zu Hosen, deren Beine unten enger geschnitten waren, trugen. Einige trugen Röhrenjeans in der Freizeit. Erst die italienischen Designer sorgten für eine Veränderung in der Herrenmode. Die Anzüge wurden eleganter und die Westen waren wieder modern. Die Jacken hatten kurze Revers und die Hosen waren oben eng geschnitten. Die Hosenbeine waren gerade geschnitten.