70er Jahre Mode

Die 70er Jahre wurden etwas ruhiger, sie begannen mit dem "Kniefall von Warschau". Willy Brandt bat "Polen um Vergebung" für die Verbrechen der Deutschen. Die Moskauer und Warschauer Verträge folgten und endeten mit dem Friedensnobelpreis für den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt. Die Olympischen Sommerspiele fanden in München statt und es gab den ersten Skandal der Bundesliga sowie die zweiten Fußballweltmeisterschaft in Deutschland im Jahr 1974. Der Vietnam-Krieg wurde beendet, es gab eine Ölkrise. Für Unruhen sorgten die Geiselnahmen bei der Olympiade in München sowie im Wiener OPEC-Hauptgebäude. Der libanesische Bürgerkrieg begann und im Nahost-Konflikt wurde der "Israelisch-ägyptische Friedensvertrag" geschlossen. Der erste G7-Gipfel fand ebenfalls in den 70er Jahren statt. Die Atomausstiegsgruppen sowie die Umweltschutzbewegungen gründeten eine eigene Partei "Die Grünen". In der Technik wurde der erste Personal Computer entwickelt, Firmen wie Apple und Microsoft entstanden.

Damenmode

In der Mode wurde die neu gewonnene Freiheit der 68er sowie der Hippiebewegung (Bsp. Hippie Kleider) fortgesetzt. Viele neue Trends entstanden, Minikleider wurden getragen, aber es gab auch Maxikleider. Gern trugen die Damen auch Hosen, die am Unterkörper und am Oberschenkel eng anlagen, aber zum Fuß sehr weit wurden.

70er Jahre Mode

Ebenfalls ein Produkt der 70er Jahre sind die "Hot Pants", die gern mit Stiefeln kombiniert wurden. Erste Hosenanzüge erschienen auf dem Markt, ebenfalls gab es Kombinationen aus Hose, Rock und Jacke. Die verarbeiteten Stoffe hatten große bunte Muster, beliebt waren die Blumenmuster, aber es gab auch geometrische Muster. Speziell die jungen Mädchen und Frauen konnten sich nicht immer die neuesten Modelle kaufen, deshalb nähten viele Frauen ihre Kleidung selbst. In keinem Jahrzehnt wurden so viele Kleider selbst genäht, wie in den 70er Jahren. In Deutschland waren damals mehr als zehn Millionen Frauen kreativ tätig, sie schneiderten und nähten, viele ohne entsprechende Ausbildung. Das Geschäft für Schnittmuster und Modezeitschriften boomte. Jeder konnte die Form, Länge und den Stoff seiner Kleidung selbst bestimmen und musste keine Massenware tragen.

Herrenmode

Die Herrenmode wurde in den 70er Jahren bequemer sowie auch origineller (Bsp: 70er Klamotten). Bunte Farben wurden auch für die Herrenmode verwendet. Die "Flower-Power-Bewegung", die aus der Hippiekultur entstand, machte es möglich. Die Krawatten waren beispielsweise sehr breit und bunt. Auffallend waren die Herrenhemden, die bunt bedruckt waren.

70er Jahre Herrenmode

Beliebt waren die Blumenmuster, aber es wurden auch grafische Muster verwendet. Ebenso wurden gern die Schlaghosen von den Herren getragen. Oben waren die Hosen eng geschnitten und das untere Ende war so weit, dass es den Fuß verdeckte. Natürlich sahen zu diesen Hosen die bunten Hemden mit dem übergroßen Kragen besonders gut aus. Speziell die junge männliche Generation trug lange Haare, die teilweise bis zur Schulter reichten. Zusätzlich zu den langen Haaren trugen einige Männer auch einen Bart. Der neu gewonnenen Freiheit wurden keine Grenzen gesetzt.